Track your life
Ein Jahr in die Wildnis

FILMINFORMATION


Ein Jahr in die Wildnis:
"Ich wollte wissen, was vom modernen Menschen übrig bleibt, wenn man ihm alles nimmt, was er sich im Laufe seiner Zivilisation geschaffen hat."

 

Ein Film von
Andre Schuster und Marko Grunz

Filmlänge: 90 Minuten (geplant)

Premiere:
2013

 

KURZEXPOSE

Eine Windböe tanzt surrend über den zugefrorenen See, ringsum endloser Wald. Alles ist tief im Schnee versunken, zeitlos still. Nur das Stapfen eines Mannes ist zu hören. Dick eingehüllt in Fell und Leder läuft er über das Eis. Sein Blick scheint ins Unendliche gerichtet, der Dunst des Atems zieht wie Nebel über sein Gesicht. Er bleibt stehen und schenkt der gerade aufgehenden Sonne sein Morgenlied. Dann kniet er nieder und trinkt aus einem Wasserloch.

Was bleibt übrig vom zivilisierten Menschen, wenn man ihm alles nimmt, womit er sich identifiziert; seine gewohnten Routinen, seinen materiellen Besitz und seinen Sicherheit bringenden Komfort? Was passiert, wenn dieser Mensch sich nicht mehr ablenken kann, um seinen Ängsten und Konflikten zu entfliehen? Wie zeigt sich dann das Leben?

Seit zehn Monden schon lebt eine Gruppe junger Menschen auf der anderen Seite; kein Handy, kein Supermarkt, kein Geld. Nur einmal im Monat eine kurze Verbindung zur unsrigen Welt. Year long nennen die Seekers ihre tiefgehende Erfahrung. Ein Jahr lang ununterbrochen in und von der Natur zu leben, treibt interessanterweise vor allem Deutsche hierher, zur Teaching Drum, eine Wildnisschule und offene Gemeinschaft, weit ab gelegen in den nördlichsten Wäldern der USA.

Auf dem ersten Blick dreht sich der Alltag der Clans ums Überleben: Fallen checken und Holz beschaffen, Essen bereiten und Felle gerben. Viel verloren gegangenes Wissen ist wieder zu erlernen. Bei der winterlichen Spurensuche stellt sich heraus, dieses Experiment hat einen tieferen Kern: Wer die Spuren eines Koyoten zu lesen vermag, beginnt auch, seine eigenen und die Spuren der Welt zu deuten. Aus draußen wird drinnen. Die Separierung von Wildnis hört auf zu existieren. Alles lebt, alles bedingt und transformiert sich. Schnelle Antworten dringen dabei einfach nicht zur Wahrheit vor. Was bleibt ist Fragen, um Stück für Stück näher zu kommen, sich und sein Gegenüber wirklich zu verstehen.
Inner tracking, truth speaking, the circle way dienen als gelebte Rituale, die gemachten Erfahrungen und die erlebten Geschichten mit den Anderen am Feuer zu teilen. Nun zeigt sich, welche Fähigkeit hier draußen am Wichtigsten ist: die Verbindung zum Clan und all den anderen Lebewesen tritt in den Vordergrund.
"Track your life" erzählt von Menschen, die sich trauen alle Sicherheiten loszulassen, um in den Wäldern zu entdecken, wonach sie sich wirklich sehnen: "Ich bin so froh, ich fühl mich so am Leben. - Ja, weil wir dafür gemacht sind, glücklich zu sein."

In 50 h Videomaterial steckt ein Film über das alltägliche Leben der Seekers in ihrem vorletzten Monat des year long. Ein Film über eine nur schwer auffindbare, aber wachsende Gegenbewegung zu unserer postmodernen Gesellschaft.

 

 

 

 

VIDEOGALERIE

WILDNISSCHULE

 

 

 

 

 

 
 
 
 

Videotrailer bei "vimeo"

Ein Film von
Andre Schuster und Marko Grunz

Länge: 3:41 min

 

Ein Jahr in die Wildnis an der
"Teaching Drum Outdoor School"
(Wisconsin / USA)

>> Wildnisschule "Teaching drum"